Archiv der Kategorie 'Bosporus'

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Tocotronic


Tocotronic — Gehen die Leute auf der Straße

It’s already from 1997 but always a pleasure when you try make your way across a christmas market listening to it on headphones — Are the people on the street actually walking that slow on purpose?

dikkat°

one of my favorite signs in Turkey/Istanbul…

The translation would be:

‚Danger! There is dog.

No wonder the Turkish have trouble with other languages… ;)

blablabla

Hab gestern Abend mein Notizbuch durchblättert und bin auf ein paar nette Einträge gestoßen. Alles in ungeordneter Reihenfolge…

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Kurz hinter Kemer ist am Straßenrand ein altes Zirkuszelt mit vier alten Kickertischen davor. Im Inneren stehen weitere Spieltische. Die absolute Sparvariante einer „Spielhölle“ mitten im Nirgendwo.

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Werbetafeln von Ölüdeniz nach Fethiye [Mittelmeerküste] weisen auf das „White Man Restaurant & Café“ hin. Wenigstens sehen sie den Massentourismus noch mit ein wenig Humor.

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Wir laufen die Straße zum St. Hilarion Schloß hoch. Alle Autos, die um diese Zeit noch fahren, kommen bereits von oben. Nach etwa 1 km taucht ein großes Warnschild auf, dass uns anweist auf der Straße zu bleiben und nicht zu fotografieren. Nach einem weiteren km kommt ein Mann aus dem Gebüsch den Hang hinunter. Er trägt eine weite Camouflagehose und hat eine doppelläufige Schrotflinte bei sich. Als er sein Auto besteigt, frage ich ihn noch, ob er in unsere Richtung fährt, was er freundlich verneint.

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Ein Typ mit leichtem Bauchansatz und 3-Tage-Bart steht vor mir an der Bushaltestelle. Er durchfährt sich die Haare und kratzt sich dann am Arsch. Als er sich umdreht, kann ich auf seinem Shirt die Aufschrift „Passion Victim“ lesen.

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Wir gehen von Taksim richtung Fatihs Wohnung. Kurz vor dem 7/11 sehe ich einen roten Flecken auf dem Boden. Direkt daneben liegt eine Säge. Als wir weitergehen steigt aus einem offenen Gullideckel eine Person empor. Zuerst sieht man nur die Hände.
Das Crazy Horse, ein dubioser Sex-Schuppen, ist nicht weit.

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Gleicher Weg ein paar Tage später, ähnliche Uhrzeit. Ich gehe im 7/11 aufs Klo und klaue, aus mir heute nicht ersichtlichen Gründen, den Schlüssel fürs Herren-WC [vielleicht weil er eine schöne Form hat?!]. Oben kaufe ich mir dann eine Päckchen Kaugummi. Der Mann hinter der Theke fragt mich auf englisch woher ich komme. Als ich ihm als Antwort „Deutschland“ nenne, fängt er an über deutschsprachige Philosophen zu sprechen. Scheinbar kannte er die Theorien von Nietzsche und Freud ziemlich gut. Leider kenne ich mich zu wenig aus und bin zu betrunken um mich auf ein langes Gespräch einlassen zu können.

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An der Dolapdere Cd. kurz hinter dem Abzweig richtung Taksim liegt ein kleiner Laden im dem scheinbar nur Brot geschnitten wird. Es liegt stapelweise weißes Kastenbrot auf einem Edelstahltisch in der Mitte des Raumes. In der Ecke steht eine Botschneidemaschine.

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Treppen nerven mich. In Istanbul gibt es tausende Treppen bei denen man sich beim Bau offensichtlich keine Gedanken gemacht hat. Die Stufen sind unterschiedlich lang, teilweise abschüssig und alles andere als bequem zu besteigen. Ich ziehe einen steilen Pfad auf jeden Fall vor. Wegen mir könnte es dann auch „Steep footpath to heaven“ heißen, wer braucht schon einen „stairway“?!

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Ich sitze auf der Fähre von Kadiköy nach Karaköy. Als wir gerade den Anleger verlassen haben, taucht im Wasser eine tote Ratte auf. Das zeugt von Wasserqualität.

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Wir sind auf dem Weg nach Ankara. Auf ca. halber Strecke machen wir in einer sehr ländlichen Gegend eine Pause. Während wir im Bus sitzen bleiben und frühstücken, spielt sich draußen eine wirre Szene ab. Ein Mann in orangenen Gummistiefeln stürmt mit einem langen „Schlachtermesser“ auf einen anderen Mann, der sich gerade noch in ein Restaurant retten kann. Der Wütende wird zurückgehalten und man versucht ihn zu beruhigen, doch sein Kopf und seine Halsadern schwillen immer weiter an.

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Es geht weiter nach Göreme. Der Bus verlässt verlässt kurz nach 7 den Busbahnhof. Während wir gemütlich aus Ankara fahren, ertönt aus den Lautsprechern ein Gebet woraufhin die meisten Leute ihre mitgebrachtes Essen auspacken. Der Bus-Steward serviert Tee dazu. Es sind die letzten Tage des Ramadan.

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Ein Mann steht an einer Werbetafel und versucht Kinderspielzeuge zu verkaufen. Es sind Plastikmännchen mit einer Klebemasse an Händen und Füßen womit man sie an die Wand werfen kann und sie hängenbleiben. Der Verkäufer selbst scheint eher unmotiviert. Seine langen Haare kleben ihm im Gesicht und er versucht ständig sie wegzuwischen. Mit dem linken Arm zeigt er auf die Männchen um auf die vermeintliche Sensation hinzuweisen. Alles in Allem wirkt er jedoch eher bemitleidenswert.

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Serge, der alte Mann, der das Hostel leitet, kommt am Morgen unserer Abreise zu mir während Bruno und ich gerade abspülen. Er erzählt etwas erstaunt, dass er beobachtet habe, dass seit wir hier waren die Rollen von Mann und Frau vertauscht seien. Zu seiner Zeit war es noch anders. Als ich erwidere, dass daran nichts falsch sei, stimmt er mir zu. Er ergänzt seine Zustimmung jedoch noch mit dem Hinweis, dass Frauen dadurch schwieriger würden.

They are more demanding. It’s difficult.

piggdschaaa


„Istanbul ’74″ – [Foto von L.]

Kim Ki O

Für Musikbeispiele, schau hier: Kimkio.org bzw. hier: Myspace

Kim Ki O is ein türkisches Elektroduo, was wir vorgestern im Peyote sehen konnten. Wenn auch ein sehr kurzes Konzert, wirklich schöne Musik.

„kim ki o“, which is -lamely enough- the Turkish expression for „who is that anyway“, is a name chosen for its phonetic beauty. And it is pronounced as it reads. „kim ki o“ likes to play with synthesizers and drum machines but does not like to involve computers in their music; prefers to do all the action live with the enthusiasm, tension and everything. They pre-record materials onto old-fashioned tapes and sample them from the tapes, etcetera…“

Bürokratie vom Feinsten

Das man ein Visum nicht einfach so bekommen kann, war ja schon fast von vorneherein klar, besonders für ein Land wie den Iran. Letzte Woche haben wir den ersten Versuch gestartet. Nachdem Emma vor ca. 2 Monaten schon den Antrag abgeholt hat und damals die Informationen noch anders lauteten, mussten wir dann dieses Mal gleich wieder umkehren. Grund war das Fehlen einer Bescheinung über die Echtheit unserer Pässe, die wir beim Konsulat unseres Landes bekommen sollten, zumindest theoretisch. Das erste Problem war dann gleich mal, dass Bruno als Argentinier kein Konsulat in Istanbul hat, sondern nur die Botschaft in Ankara. Da aber scheinbar nur ganz wenige Argentinier in der Türkei sind, die dann noch dazu auch in den Iran reisen möchten, hat er das Schreiben ziemlich schnell gefaxt bekommen. Ich selbst bin zum deutschen Konsulat gegangen und habe das Schreiben zum Glück gleich bekommen, dank meiner Aufenthaltsgenehmigung für die Türkei, über die ich mich schon lange geärgert hatte, weil sie bisher wirklich unnütz war. Aber immerhin hat sie mir in diesem Fall weitergeholfen. Das Schreiben, was ich dafür bekommen habe, war allerdings wirklich ein Witz. 20 Euro ärmer, durfte ich dann das hier sehen:

[WARNUNG: DIES IST EINE FÄLSCHUNG!]

Unglaublich, dass ein Schreiben in dieser Art die Echtheit eines Reisepasses bezeugen soll. Emma hat beim Niederländischen Konsulat sogar fast 30 Euro gezahlt. Benjamin ist als Franzose allerdings gescheitert. Er wurde abgewiesen mit der Information, dass er das Schreiben nur in Frankreich bekommt und vielleicht am Besten das Visum für den Iran gleich in Frankreich beantragen solle. Problem an der Sache ist, dass er nicht vorm Sommer nächsten Jahres in Frankreich sein wird.
Jetzt liegt mein Pass zumindest im Iranischen Konsulat, sie haben alles akkzeptiert, wobei das natürlich noch nicht heißt, dass mir das Visum dann auch wirklich ausgestellt wird. Der Iran ist für die Willkür seiner Visumserteilung bekannt, es kann also gut sein, dass es noch zu Problemen kommt.
Im allergrößten Notfall könnten wir auch fliegen, da bekommt man das Visum am Flughafen ausgestellt. Da die Flüge im Vergleich zur Zugfahrt allerdings bedeutend teurer sind (Zug fährt von Istanbul 2 1/2 Tage nach Teheran und kostet im Schlafwagen ca. 40 Euro, der Flug ist nicht unter 100-150 Euro zu haben), versuchen wir es so.

portfolio

Portfolio Website für „Webdesign Course“ ist quasi fertig:

klick HIER

Büyükada

Ausflug auf die Prinzeninseln letztes Wochenende. Die Inseln sind Istanbul im Marmarameer vorgelagert.


In einem Haus auf der größten Prinzessininsel…fast schon kitschiges Bild


Anfahrt auf Büyük Ada (große Insel), die größte der Prinzeninseln


Blick auf den Galataturm und Sultanahmet


in Taksim


Matrosen am Bosporus, kurz vor den Feierlichkeiten zum 85. Jahrestag der Republikgründung

des isch der Bananenblues…

Das wäre dann der Bananenmann an der alten Stadtmauer, nicht Er hier, wie man wirklich eindeutig an der Mütze und am Bart erkennen kann.

ganz wichtige (!!!) Richtigstellung von Amin (von ihm kommt das Foto)

und noch etwas…

die türkische Nationalhymne darf natürlich nicht fehlen

1921, also 2 Jahre vor der offiziellen Staatsgründung, wurde die Hymne von M. Akif Ersoy bereits als offizielle Nationalhymne anerkannt.

happy birthday

Und hier noch der passende Artikel zum 85. Gründungstag der Republik: Kemal Süperstar

Ausflug nach Istanbul

Mit Musik:


Baba Zula feat. Brenna McCrimmon – Cecom


Das Waschmittel kann auf Grammbasis gekauft werden und gezahlt wird scheinbar noch mit altem Tauschkurs


Sat-TV ist mit Abstand das Wichtigste an einem Haus


der Ausblick vom Friedhof von Eyüp, der, so makaber es klingt, ein beliebtes Ausflugsziel ist


Bilder aus der Moschee in Eyüp




Amin meint es war der Bananenverkäufer an der alten Stadtmauer, ich weiß es nicht mehr wirklich was er verkauft hat


auf der alten Stadtmauer


weiterer Kommentar von Amin: „Das sieht aus wie ein Kriegschauplatz.“, entlang der Stadtmauer

Kemal und das Land, das Truthahn heißt

Nächste Woche ist mal wieder ein Feiertag, der 85. Gründungstag der Republik Türkei. Die Fahnen sind schon seit Wochen in den Hauptstraßen gespannt. Ein paar Tage später kommt dann der 70. Todestag Mustafa Kemals, dem Begründer der Türkei. In der Tat muss man doch sagen, dass die Türkei, insbesondere in Istanbul, ein sehr modernes Land ist. Allerdings gibt es einen Punkt, der mich etwas stört. Das Polizeiaufgebot ist enorm, man ist wirklich Tag und Nacht umgeben von Polizisten bzw. Militär. Selbst die kleinsten Demonstrationen auf der Istiklal werden von Wasserwerfern und mehreren Truppenbussen empfangen. Zurückzuführen ist das Ganze auf die Gründung der Republik, denn Mustafa Kemal Atatürk war ein führender General des Militärs. Das Museum unterhalb des Mausoleums in Ankara ist im Grunde ein einziges Militärmuseum.
Dass die Türkei nun auch oft von dieser Macht gebrauch macht, ist auch allgemein bekannt. Das fängt beim Sperren von Internetseiten wie Youtube an und geht bis zum Todschlag eines linken Regimekritikers während eines unangemessenen Haftaufenthalts. Abgesehen von Youtube, dessen Sperre man umgehen kann, ist das ja auch alles wirklich weit entfernt von mir. Dachte ich zumindest bis vor Kurzem. Als ich dann vor ein paar Tagen nachts heimgekommen bin, musste ich leider das Gegenteil erleben. Uğur, mein Mitbewohner war zu einer Uhrzeit noch wach, die doch etwas ungewöhnlich war. Also bin ich zu ihm gegangen und habe gefragt, warum er denn noch wach sei, immerhin musste er am nächsten Tag arbeiten. Daraufhin hat er mir dann eine Geschichte erzählt, die ich wirklich beunruhigend finde. Er war am selben Abend mit Freunden in der Stadt unterwegs und auf dem Heimweg sind sie ein paar Polizisten begegnet, die ihn quasi ohne Grund geschlagen haben. Sie meinten, er wäre schwul, was er nicht ist und deshalb beneint hatte, daraufhin haben sie ihn geschlagen. Man muss auch dazu sagen, dass Uğur alles Andere als aufmüpfig ist, er ist einer höflichsten Menschen, die ich kenne. Und trotzdem passiert ihm so etwas. Das macht dann doch nachdenklich. Er hat die Geschichte mitlerweile „Human Rights Watch“ berichtet, auf eine Anzeige verzichtet er, da dies mit Sicherheit mehr Ärger für ihn bedeuten würde. Türkische Freunde erzählen mir dann, dass dies kein Einzelfall ist, dass jeder mindestens ein Dutzend Leute kennt, denen die Polizei ohne Grund schon etwas zu Nahe getreten ist.


Sicht vom Metroausgang auf den Fahnenbespannten Taksimplatz

u were 22 – it was very bad for u

Voller Abend, in vielerlei Hinsicht, aber extrem gelungen. Nachdem ich wirklich schnell Bedenken hatte, ob das mit Uğur, meinem Mitbewohner, in Ordnung geht. Ich hatte ihm gesagt, dass ich in „paar“ Leute eingeladen hatte. Es sind alle gekommen und am Ende waren es dann 20-25 Leute, die sich in mein Zimmer gequetscht haben.
Begrüßt wurde ich erstmal durch ein sehr gelungenes Ständchen auf der Straße unter meinem Fenster. Spätestens jetzt sollte alle meine Nachbarn meinen Vornamen kennen. Leider sind ein paar Autos gefahren, die immer fleißig gehupt haben, also gab es eine Zugabe in der Wohnung.
Emma hat sich wohl auch extra zu diesem Anlass eine wunderhübsche, rosa Gitarre gekauft und löst damit ihre Melodika (die Amin spielt) ab.

Auf der Straße:

und die Zugabe:

Die Originallyrics wie ich sie heute früh gefunden habe, stinkend, mit Bierflecken und Tabakbröseln (draufklicken, damit sie in Originalgröße erscheinen).
Die Noten mit Gitarrengriffen habe ich dann beim Aufräumen unterm Bett entdeckt.

Die Geschenke haben sich auch mal wieder an Nutzen überboten. Victoria und Malte sind mit einem aufblasbaren, quietschbunten Tier angekommen. Das Tolle daran ist, dass man es mit Wasser befüllen kann dann hat es einen „Steh-auf-Männchen“-Effekt, super sinnvoll.

Magalie hat mir dann noch das Original der Legobrille geschenkt, welch Ehre für mich.

Ramazan Bayramı

Ramazan Bayramı sind die Feiertage des neuen Monats nach der Fastenzeit, dem Ramadan. Das Fest wird auch als „Zuckerfest“ bezeichnet da man sich mit Süßigkeiten beschenkt. Für Muslime ist es eines der bedeutendsten „Volksfeste“ des Jahres.
Für mich selbst als Nicht-Fastenden hieß das Ganze eine Woche frei und das obwohl die Universität noch nicht einmal wirklich angefangen hatte. Also haben Pierre-Marie und ich beschlossen mal endlich Istanbul zu entfliehen und ein wenig herumzureisen. Als Erstes stand Ankara auf dem Plan, wo wir bei Ahmet, den ich in Istanbul kennengelernt hatte, unterkommen konnten.

Ahmed

Ankara selbst ist wirklich unspektakulär, das Stadtbild ist geprägt von „Plattenbauten“, trotzdem macht die Stadt einen viel entspannteren Eindruck als Istanbul. Auch wenn ich Istanbul wirklich mag, es kann durchaus erdrückend wirken, nicht umsonst versuche ich immer öfter die Istiklal Caddesi (Straße der Freiheit), die Fußgängerzone, zu vermeiden. Ankara war also ein netter Start. Sonntagabend hat uns Ahmet noch ein wenig das Zentrum gezeigt und wir sind am Ende in einer Narghile Bar gelandet. Am nächsten Tag haben wir uns als Erstes Tickets nach Göreme, in Kappadokien, gekauft und sind dann leider ohne Ahmet nochmal in die Stadt.
Emma hatte uns am Tag zuvor angerufen und wollte ebenfalls nach Kapadokya nachkommen.
Aber als Erstes mussten wir natürlich noch die Grab- und Gedenkstätte von Kemal Atatürk besichtigen. Die Anlage befindet sich auf einem Hügel mitten im Zentrum der Stadt, damit es möglichst weit sichtbar ist, und besteht aus einer Parkanlage, einem Museum und einem Mausoleum. Atatürks Grab kann man allerdings nicht direkt besichtigen, dafür wurde gibt es eine live Übetragung aus der Grabkammer. Warum das so ist, ist mir ein Rätsel, aber es war interessant, wie sich die Türken um den Fernseher gedrängt haben.


Ein Modell der Anlage


Das Mausoleum

Am nächsten Morgen haben wir dann Emma in Göreme getroffen, zusammen mit Victoria, Antonio (beide aus Spanien) und Aurélien (aus Frankreich), die sie im Bus kennengelernt hatte. Ich habe Victoria und Aurélien schon in Istanbul kennengelernt. Pierre-Marie und ich waren ein paar Tage zuvor auf Victorias Geburtstagsparty.


von links: Antonio, Victoria, Aurélien und Emma (Pierre-Marie erzwingt gerade den nächsten Felsen)

Kappadokien ist eine irre Felsenslandschaft, die ich eigentlich mit Wörtern nicht beschreiben kann. Überall gibt es Höhlen, die teilweise in Wohnhäuser integriert sind. Im Umkreis von Göreme gibt es mehrere unterirdische Städte, die teilweise noch bewohnt sind.
Am ersten Tag hatten wir leider etwas Pech mit dem Wetter, was allerdings auch weniger Touristen mit sich führte, was dann wiederum sehr nett war. Am nächsten Tag strahlte dann wieder die Sonne und wir haben uns als Erstes Derinkuyu, eine der größten unterirdischen Städte, angeschaut und sind dann nach Uçhisar zurückgefahren, das oberhalb von Göreme liegt und von Weitem gut sichtbar ist, da im Zentrum des Ortes eine Art Felsendom liegt.


Derinkuyu, eine der größten unterirdischen Städte mit 7 Stockwerken unter der Erde, gelebt wurde in diesen Höhlen bis zu 6 Monate im Jahr


„Felsendom“ in Uçhisar


Abstieg von Uçhisar nach Göreme durch die Felsenschluchten


„Papa Pituffo“ – „Papa Schlumpf“

Abends hatten wir dann unsere Weiterfahrt nach Fethiye an der Südküste der Türkei. Nach guten 14 Stunden Busfahrt konnten wir dann immerhin 28 Grad genießen. Den ersten Tag haben wir am Strand in Ölüdeniz (einem Nachbarort von Fethiye) verbracht. Der Strand gilt als der „Schönste“ der Türkei, da er sich in eine Lagune zieht. Es war definitiv nicht der schönste Strand, den wir gesehen haben, und die Tatsache, dass man 1 Euro Eintritt für die Lagune zahlen musste, hat uns das Ganze etwas vermiest. Der Ort Ölüdeniz selbst ist schrecklich touristisch, es wimmelt nur so von Briten und anderen Touristen. Fethiye ist erträglicher, aber dennoch in der Hochsaison sicher viel zu überlaufen.
„We are not tourists, we are travellers!“ war Antonios Rechtfertigung über diese Massentouristen herzuziehen. Auch wenn ich Antalya noch schlimmer in Erinnerung habe, war es schon eine Enttäuschung. Auf der anderen Seite hat das schöne Wetter und die angenehme Wassertemperatur so Einiges wieder wettgemacht. Wann badet man schon im Oktober noch im Meer?!
Am zweiten Tag sind wir dann ins berühmte Butterfly Valley gefahren, dass man nahezu nur mit einem Boot von Ölüdeniz aus erreicht. Der Strand ist wirklich viel angenehmer und ruhiger als Ölüdeniz, aber auch hier war der Pseudo-Hippie-Stil etwas nervig.
Das Tal zieht sich hinterm Strand relativ schnell zusammen und ist umgeben von schroffen Felswänden. Im hinteren Ende gibt es einen Wasserfall, den man teilweise durch ein Seil erklettern kann.


Die Anfahrt auf das Butterfly Valley


Emma und Pierre-Marie im Wasserfall

Nach einer weiteren 20 Stunden Reise (inklusive Wartezeiten) sind wir dann am Sonntag wieder in Istanbul angekommen.

Feuer

Und so sieht es heute aus.

Abrissbirnen und Bauschutz

Direkt gegenüber von mir wird gerade ein Haus abgerissen, aber da ist nichts mit Abrissbirnen oder Baggern. Und naja auch der Bauschutz ist fragwürdig, immerhin eine Staubmaske trägt einer von ihnen.
Ein 4-stöckiges Haus ohne Absicherung und nur mit Hammern einzureißen ist wirklich kein beneidenswerter Job. Vielleicht schaffen sie es ja, bis ich wieder weg bin.

Gevende – nochmal

Auch wenn ich Gevende schon erwähnt habe, das Konzert gestern Abend war richtig gut. Das Babylon ist wahrscheinlich das bekannteste Konzertlokal Istanbuls. Wieder einmal durch „Crossing the Bridge“ wurde es ziemlich „gehypt“. Leider haben dadurch die Preise etwas gelitten, die Tickets sind noch im Rahmen, aber die Bar sollte man meiden. Die Qualität der Musik stimmt aber allemal.

Nayu vom bisher einzigen Album „Ev“

es musste kommen..

Wahrscheinlich der beste Kebab von Istanbul, ein Adana Kebab in einer Seitengasse der Istiklal.

Foto geklaut von Pierre-Marie

Gypsymusik

Hier ein kurzes Video von einer Hausparty am Freitag. Das Haus ist eine ehemalige Textilfabrik, die der Besitzer gerade zu einem Studentenhaus umbaut. Insgesamt wohnen ungefähr 20-25 Leute in dem Haus, die teilweise noch tatkräftig beim Aufbau ihrer Zimmer mithelfen.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Musiker Bewohner des Hauses sind oder nicht, aber das hat auch wirklich keine Rolle gespielt. Der Gittarist ist ein Kalifornier und Langzeittraveler, der davon scheinbar nicht mehr loskommt.

in wirren Sphären

Emanuele, eine italienischer Erasmusstudent hat mir den Tipp gegeben am Samstag ins Garajistanbul zu der Veranstaltung „CitySense“ zu gehen. Martin, mein schwedischer Mitbewohner, und Pierre-Marie, ein Student aus Frankreich, sind dann mitgekommen. Im Vorraum hat eine Essenskünstlerin zusammen mit einer Duftkünstlerin, Maki Ueda aus Holland, ausgestellt. Martin hat sich von ihr eine Probe eines Kebab-Parfüms geben lassen. Wir haben schon überlegt, ob das in der Türkei als Ersatz für Pfefferspray gehandelt wird.
Im großen Raum wurde als Erstes eine Auswahl an Kurzfilmen gezeigt, von denen wir leider viele verpasst haben. Danach kam eine Lasershow von Edwin van der Heide, einem Performancekünstler aus Rotterdam. Verstärkt wurden die Lichter durch eine Nebelmaschine, was zusammen extrem gewirkt hat. Das Video gibt gibt einen kleinen Eindruck davon.

*Vorsicht, die Musik ist sehr laut und gewöhnungsbedürftig*

Weiter ging es mit „LiveImproveS“ einer Videoperformance von Koran Tahiroğlu. Die Musik ist noch um Einiges schräger, was daran liegt, dass sie live erzeugt, also auch improvisiert, wurde, wie der Titel im Grunde auch schon verrät.
Koran Tahiroğlu ist Dozent an der Bilgi University und wird einen Kurs über Physical Interaction Design halten.

Zu Guter Letzt noch eine weitere Videoperformance mit dem Titel „Not at Home“. Die Musik stammt hier einerseites von einem DJ, wurde aber unterstützt von zwei weiteren Musikern. Auch hier wieder sehr eigenwillige Klänge, die zusammen mit dem Video aber sehr gut funktioniert haben.

mehr zur Veranstaltung und Ort gibts hier

Beyoglu

Die Istiklal ist sowas wie die Fußgängerzone von Istanbul. Sie verbindet den Taksimplatz und Galata bzw. den Galataturm. Da ich mitlerweile so oft hoch und runtergelaufen bin, habe ich heute versucht in den Nebengassen von Galata nach Taksim zu kommen. Die Nebengassen sind sehr stark verzweigt, weswegen es sich eigentlich schon lohnt aus Zeitgründen die Istiklal zu wählen. Trotzdem ist es viel interessanter und man entdeckt so Einiges. Diese Plakate hingen in einer Gasse an der Wand eines sehr unscheinbaren Hauses. Leider konnte ich nicht herausfinden, was genau der Zweck war. Ein kleines Stück weiter ist die italienische Botschaft und ein Stück vorher die Niedeländische.
Auf dem oberen Foto finde ich das Werbeplakat für die Fotofirma toll. Südtirol verfolgt mich irgendwie.

Minibus

Minibusse sind mit Abstand das lustigste Verkehrsmittel Istanbuls. Da die Busse recht klein und wendig sind, versuchen die meisten Fahrer alles aus ihrem Fahrzeug zu holen. Meine erste Fahrt war durchaus gewöhnungsbedürftig.
Auf der asiatischen Seite zwischen Üskpdar und Kadiköy gibt es eine Art Sammelplatz für die kleinen, blauen Busse wo ich heute zufällig mit der Fähre angekommen bin.

Kein wichtiges Foto, aber das Verkehrsmittel ist es allemal.

Flutwellen und Lego

Als wir mal wieder abends unterwegs waren, wurden wir leider von extremen Regenfällen, fast schon Flutwellen, überrascht. Wir haben uns dann zu einer Freundin in die Wohnung gerettet, von wo wir eigentlich ja noch weiter wollten. Ihre Mitbewohnerin hatte sich aber vor Kurzem eine Kiste Lego gekauft. Um 3 wollten wir dann auch nicht mehr los und haben aufgegeben.

Die beiden Mädels sind Magalie, eine Designstudentin aus Rennes, und Emma, International Relationsstudentin aus Rotterdam.

Campus

Santralistanbul war eines der ersten E-Werke der Stadt, gebaut wurde es unter Anderem mit Hilfe der AEG. Das E-Werk ist heute hauptsächlich ein Museum, das Gelände drum herum gehört jedoch der Bilgi University und ist der modernste Campus der Uni (es gibt insgesamt 3).

Auch wenn das Foto surreal wirkt, das Licht war vorhin so, heute war mal der erste Tag an dem das Wetter etwas nachgelassen hat.

Selim Sesler

spätestens seit dem Erfolg von „Crossing the Bridge“ ist „Selim Sesler“ auch in Deutschland ein wenig bekannt. Hier tritt er regelmäßig in unterschiedlichen Lokalen auf, wie jeden Dienstag im Araf.

Man beachte den Geiger, der sein Gesicht während des Konzertes nicht verändet hat.

Die Musik ist eine Mischung aus klassischem, türkischen Folk und Gypsiemusik, was man einfach live hören muss, damit die Wirkung passt.

why – not

Fatih – türkischer Designstudent an der TU Istanbul – kennengelernt habe ich ihn bei der Wohnungssuche

Samstagnachmittag



unterhalb des Topaki Palast

goldenes Horn



die Spitze des goldenen Horns

…³…

Ansicht nach rechts

…²…

am hintersten Zipfel des Goldenen Horn, der hier nur noch ein Rinnsal ist

Regionalverkehr

nahe Bahnhof Sultanahmet

der Henker kommt nach Sonnenuntergang…

Gans

nahe der Fähranleger in Eminönü