Archiv der Kategorie 'Beyoğlu'

blablabla

Hab gestern Abend mein Notizbuch durchblättert und bin auf ein paar nette Einträge gestoßen. Alles in ungeordneter Reihenfolge…

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Kurz hinter Kemer ist am Straßenrand ein altes Zirkuszelt mit vier alten Kickertischen davor. Im Inneren stehen weitere Spieltische. Die absolute Sparvariante einer „Spielhölle“ mitten im Nirgendwo.

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Werbetafeln von Ölüdeniz nach Fethiye [Mittelmeerküste] weisen auf das „White Man Restaurant & Café“ hin. Wenigstens sehen sie den Massentourismus noch mit ein wenig Humor.

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Wir laufen die Straße zum St. Hilarion Schloß hoch. Alle Autos, die um diese Zeit noch fahren, kommen bereits von oben. Nach etwa 1 km taucht ein großes Warnschild auf, dass uns anweist auf der Straße zu bleiben und nicht zu fotografieren. Nach einem weiteren km kommt ein Mann aus dem Gebüsch den Hang hinunter. Er trägt eine weite Camouflagehose und hat eine doppelläufige Schrotflinte bei sich. Als er sein Auto besteigt, frage ich ihn noch, ob er in unsere Richtung fährt, was er freundlich verneint.

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Ein Typ mit leichtem Bauchansatz und 3-Tage-Bart steht vor mir an der Bushaltestelle. Er durchfährt sich die Haare und kratzt sich dann am Arsch. Als er sich umdreht, kann ich auf seinem Shirt die Aufschrift „Passion Victim“ lesen.

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Wir gehen von Taksim richtung Fatihs Wohnung. Kurz vor dem 7/11 sehe ich einen roten Flecken auf dem Boden. Direkt daneben liegt eine Säge. Als wir weitergehen steigt aus einem offenen Gullideckel eine Person empor. Zuerst sieht man nur die Hände.
Das Crazy Horse, ein dubioser Sex-Schuppen, ist nicht weit.

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Gleicher Weg ein paar Tage später, ähnliche Uhrzeit. Ich gehe im 7/11 aufs Klo und klaue, aus mir heute nicht ersichtlichen Gründen, den Schlüssel fürs Herren-WC [vielleicht weil er eine schöne Form hat?!]. Oben kaufe ich mir dann eine Päckchen Kaugummi. Der Mann hinter der Theke fragt mich auf englisch woher ich komme. Als ich ihm als Antwort „Deutschland“ nenne, fängt er an über deutschsprachige Philosophen zu sprechen. Scheinbar kannte er die Theorien von Nietzsche und Freud ziemlich gut. Leider kenne ich mich zu wenig aus und bin zu betrunken um mich auf ein langes Gespräch einlassen zu können.

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An der Dolapdere Cd. kurz hinter dem Abzweig richtung Taksim liegt ein kleiner Laden im dem scheinbar nur Brot geschnitten wird. Es liegt stapelweise weißes Kastenbrot auf einem Edelstahltisch in der Mitte des Raumes. In der Ecke steht eine Botschneidemaschine.

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Treppen nerven mich. In Istanbul gibt es tausende Treppen bei denen man sich beim Bau offensichtlich keine Gedanken gemacht hat. Die Stufen sind unterschiedlich lang, teilweise abschüssig und alles andere als bequem zu besteigen. Ich ziehe einen steilen Pfad auf jeden Fall vor. Wegen mir könnte es dann auch „Steep footpath to heaven“ heißen, wer braucht schon einen „stairway“?!

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Ich sitze auf der Fähre von Kadiköy nach Karaköy. Als wir gerade den Anleger verlassen haben, taucht im Wasser eine tote Ratte auf. Das zeugt von Wasserqualität.

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Wir sind auf dem Weg nach Ankara. Auf ca. halber Strecke machen wir in einer sehr ländlichen Gegend eine Pause. Während wir im Bus sitzen bleiben und frühstücken, spielt sich draußen eine wirre Szene ab. Ein Mann in orangenen Gummistiefeln stürmt mit einem langen „Schlachtermesser“ auf einen anderen Mann, der sich gerade noch in ein Restaurant retten kann. Der Wütende wird zurückgehalten und man versucht ihn zu beruhigen, doch sein Kopf und seine Halsadern schwillen immer weiter an.

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Es geht weiter nach Göreme. Der Bus verlässt verlässt kurz nach 7 den Busbahnhof. Während wir gemütlich aus Ankara fahren, ertönt aus den Lautsprechern ein Gebet woraufhin die meisten Leute ihre mitgebrachtes Essen auspacken. Der Bus-Steward serviert Tee dazu. Es sind die letzten Tage des Ramadan.

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Ein Mann steht an einer Werbetafel und versucht Kinderspielzeuge zu verkaufen. Es sind Plastikmännchen mit einer Klebemasse an Händen und Füßen womit man sie an die Wand werfen kann und sie hängenbleiben. Der Verkäufer selbst scheint eher unmotiviert. Seine langen Haare kleben ihm im Gesicht und er versucht ständig sie wegzuwischen. Mit dem linken Arm zeigt er auf die Männchen um auf die vermeintliche Sensation hinzuweisen. Alles in Allem wirkt er jedoch eher bemitleidenswert.

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Serge, der alte Mann, der das Hostel leitet, kommt am Morgen unserer Abreise zu mir während Bruno und ich gerade abspülen. Er erzählt etwas erstaunt, dass er beobachtet habe, dass seit wir hier waren die Rollen von Mann und Frau vertauscht seien. Zu seiner Zeit war es noch anders. Als ich erwidere, dass daran nichts falsch sei, stimmt er mir zu. Er ergänzt seine Zustimmung jedoch noch mit dem Hinweis, dass Frauen dadurch schwieriger würden.

They are more demanding. It’s difficult.

Kim Ki O

Für Musikbeispiele, schau hier: Kimkio.org bzw. hier: Myspace

Kim Ki O is ein türkisches Elektroduo, was wir vorgestern im Peyote sehen konnten. Wenn auch ein sehr kurzes Konzert, wirklich schöne Musik.

„kim ki o“, which is -lamely enough- the Turkish expression for „who is that anyway“, is a name chosen for its phonetic beauty. And it is pronounced as it reads. „kim ki o“ likes to play with synthesizers and drum machines but does not like to involve computers in their music; prefers to do all the action live with the enthusiasm, tension and everything. They pre-record materials onto old-fashioned tapes and sample them from the tapes, etcetera…“


Blick auf den Galataturm und Sultanahmet


in Taksim


Matrosen am Bosporus, kurz vor den Feierlichkeiten zum 85. Jahrestag der Republikgründung

happy birthday

Und hier noch der passende Artikel zum 85. Gründungstag der Republik: Kemal Süperstar

es musste kommen..

Wahrscheinlich der beste Kebab von Istanbul, ein Adana Kebab in einer Seitengasse der Istiklal.

Foto geklaut von Pierre-Marie

Gypsymusik

Hier ein kurzes Video von einer Hausparty am Freitag. Das Haus ist eine ehemalige Textilfabrik, die der Besitzer gerade zu einem Studentenhaus umbaut. Insgesamt wohnen ungefähr 20-25 Leute in dem Haus, die teilweise noch tatkräftig beim Aufbau ihrer Zimmer mithelfen.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Musiker Bewohner des Hauses sind oder nicht, aber das hat auch wirklich keine Rolle gespielt. Der Gittarist ist ein Kalifornier und Langzeittraveler, der davon scheinbar nicht mehr loskommt.

in wirren Sphären

Emanuele, eine italienischer Erasmusstudent hat mir den Tipp gegeben am Samstag ins Garajistanbul zu der Veranstaltung „CitySense“ zu gehen. Martin, mein schwedischer Mitbewohner, und Pierre-Marie, ein Student aus Frankreich, sind dann mitgekommen. Im Vorraum hat eine Essenskünstlerin zusammen mit einer Duftkünstlerin, Maki Ueda aus Holland, ausgestellt. Martin hat sich von ihr eine Probe eines Kebab-Parfüms geben lassen. Wir haben schon überlegt, ob das in der Türkei als Ersatz für Pfefferspray gehandelt wird.
Im großen Raum wurde als Erstes eine Auswahl an Kurzfilmen gezeigt, von denen wir leider viele verpasst haben. Danach kam eine Lasershow von Edwin van der Heide, einem Performancekünstler aus Rotterdam. Verstärkt wurden die Lichter durch eine Nebelmaschine, was zusammen extrem gewirkt hat. Das Video gibt gibt einen kleinen Eindruck davon.

*Vorsicht, die Musik ist sehr laut und gewöhnungsbedürftig*

Weiter ging es mit „LiveImproveS“ einer Videoperformance von Koran Tahiroğlu. Die Musik ist noch um Einiges schräger, was daran liegt, dass sie live erzeugt, also auch improvisiert, wurde, wie der Titel im Grunde auch schon verrät.
Koran Tahiroğlu ist Dozent an der Bilgi University und wird einen Kurs über Physical Interaction Design halten.

Zu Guter Letzt noch eine weitere Videoperformance mit dem Titel „Not at Home“. Die Musik stammt hier einerseites von einem DJ, wurde aber unterstützt von zwei weiteren Musikern. Auch hier wieder sehr eigenwillige Klänge, die zusammen mit dem Video aber sehr gut funktioniert haben.

mehr zur Veranstaltung und Ort gibts hier

Beyoglu

Die Istiklal ist sowas wie die Fußgängerzone von Istanbul. Sie verbindet den Taksimplatz und Galata bzw. den Galataturm. Da ich mitlerweile so oft hoch und runtergelaufen bin, habe ich heute versucht in den Nebengassen von Galata nach Taksim zu kommen. Die Nebengassen sind sehr stark verzweigt, weswegen es sich eigentlich schon lohnt aus Zeitgründen die Istiklal zu wählen. Trotzdem ist es viel interessanter und man entdeckt so Einiges. Diese Plakate hingen in einer Gasse an der Wand eines sehr unscheinbaren Hauses. Leider konnte ich nicht herausfinden, was genau der Zweck war. Ein kleines Stück weiter ist die italienische Botschaft und ein Stück vorher die Niedeländische.
Auf dem oberen Foto finde ich das Werbeplakat für die Fotofirma toll. Südtirol verfolgt mich irgendwie.

Flutwellen und Lego

Als wir mal wieder abends unterwegs waren, wurden wir leider von extremen Regenfällen, fast schon Flutwellen, überrascht. Wir haben uns dann zu einer Freundin in die Wohnung gerettet, von wo wir eigentlich ja noch weiter wollten. Ihre Mitbewohnerin hatte sich aber vor Kurzem eine Kiste Lego gekauft. Um 3 wollten wir dann auch nicht mehr los und haben aufgegeben.

Die beiden Mädels sind Magalie, eine Designstudentin aus Rennes, und Emma, International Relationsstudentin aus Rotterdam.

Selim Sesler

spätestens seit dem Erfolg von „Crossing the Bridge“ ist „Selim Sesler“ auch in Deutschland ein wenig bekannt. Hier tritt er regelmäßig in unterschiedlichen Lokalen auf, wie jeden Dienstag im Araf.

Man beachte den Geiger, der sein Gesicht während des Konzertes nicht verändet hat.

Die Musik ist eine Mischung aus klassischem, türkischen Folk und Gypsiemusik, was man einfach live hören muss, damit die Wirkung passt.