Archiv für Dezember 2008

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‚Personally, I believe a rocking hammock, a good cigar, and a tall gin-and-tonic is the way to save the planet.‘

P J O‘Rourke

Vampire Weekend

Vampire Weekend – M79

Mal wieder was Neues…

Bürokratie vom Feinsten

Das man ein Visum nicht einfach so bekommen kann, war ja schon fast von vorneherein klar, besonders für ein Land wie den Iran. Letzte Woche haben wir den ersten Versuch gestartet. Nachdem Emma vor ca. 2 Monaten schon den Antrag abgeholt hat und damals die Informationen noch anders lauteten, mussten wir dann dieses Mal gleich wieder umkehren. Grund war das Fehlen einer Bescheinung über die Echtheit unserer Pässe, die wir beim Konsulat unseres Landes bekommen sollten, zumindest theoretisch. Das erste Problem war dann gleich mal, dass Bruno als Argentinier kein Konsulat in Istanbul hat, sondern nur die Botschaft in Ankara. Da aber scheinbar nur ganz wenige Argentinier in der Türkei sind, die dann noch dazu auch in den Iran reisen möchten, hat er das Schreiben ziemlich schnell gefaxt bekommen. Ich selbst bin zum deutschen Konsulat gegangen und habe das Schreiben zum Glück gleich bekommen, dank meiner Aufenthaltsgenehmigung für die Türkei, über die ich mich schon lange geärgert hatte, weil sie bisher wirklich unnütz war. Aber immerhin hat sie mir in diesem Fall weitergeholfen. Das Schreiben, was ich dafür bekommen habe, war allerdings wirklich ein Witz. 20 Euro ärmer, durfte ich dann das hier sehen:

[WARNUNG: DIES IST EINE FÄLSCHUNG!]

Unglaublich, dass ein Schreiben in dieser Art die Echtheit eines Reisepasses bezeugen soll. Emma hat beim Niederländischen Konsulat sogar fast 30 Euro gezahlt. Benjamin ist als Franzose allerdings gescheitert. Er wurde abgewiesen mit der Information, dass er das Schreiben nur in Frankreich bekommt und vielleicht am Besten das Visum für den Iran gleich in Frankreich beantragen solle. Problem an der Sache ist, dass er nicht vorm Sommer nächsten Jahres in Frankreich sein wird.
Jetzt liegt mein Pass zumindest im Iranischen Konsulat, sie haben alles akkzeptiert, wobei das natürlich noch nicht heißt, dass mir das Visum dann auch wirklich ausgestellt wird. Der Iran ist für die Willkür seiner Visumserteilung bekannt, es kann also gut sein, dass es noch zu Problemen kommt.
Im allergrößten Notfall könnten wir auch fliegen, da bekommt man das Visum am Flughafen ausgestellt. Da die Flüge im Vergleich zur Zugfahrt allerdings bedeutend teurer sind (Zug fährt von Istanbul 2 1/2 Tage nach Teheran und kostet im Schlafwagen ca. 40 Euro, der Flug ist nicht unter 100-150 Euro zu haben), versuchen wir es so.

Ratatatatatatatatatat

Ratatat – Mirando

Auch wenn es schon wieder mal „nur“ Musik ist, wollte ich das unbedingt mal hochladen. Vom neuen Album „LP3“ kommt Mirando, zumindest für den größten Teil etwas fröhlicher daher als Belle & Sebastian von gestern.

Belle & Sebastian



Belle & Sebastian – Have you seen the Loneliness of a Middle Distance Runner

just lovely

Big Ideas (don‘t get any)


Big Ideas (don‘t get any) from James Houston on Vimeo.

auch schon älter, aber trotzdem super…außerdem eine willkomene Ablenkung von der ach so vielen Arbeit

Len

Len – Steal my sunshine

gute Laune Musik von Len aus Kanada, die schon mehr an Sommer als den Nebel, der heute die Stadt einhüllt, erinnert

Miguel Piñero

Zypern


Der Hafen von Girne auf der Nordseite von Zypern

Es war mal wieder eine religiöse Feierwoche (muslimisches Opferfest), sprich keine Uni und somit Zeit zum Reisen. Nachdem wir keine Bustickets mehr innerhalb der Türkei bekommen haben (wirklich gar keine, außer nach Ankara), haben wir es mit Flügen versucht und sind kurzerhand nach Zypern geflogen. Bei ca. 20-25 Grad und Sonnenschein so ziemlich jeden Tag kann es einem nur gut gehen. Die Strände waren auch leer und neben einem Kulturprogramm in den ersten Tagen haben wir dann doch die meiste Zeit an Stränden verbracht. Das Mittelmeer war auch wirklich noch warm genug zum schwimmen.
Dafür geht mir Weihnachten ja dieses Jahr flöten.


das öffentliche Verkehrssystem ist auf beiden Seiten, Nord wie Süd, extrem unterentwickelt, womit uns nur das trampen weiterbrachte


die Ruinen von Salamis (wieder Nordseite) bei Famagusta stammen aus dem 11. Jahrhundert v. Chr. und zählen zu den am besten erhaltenen Ruinen auf der Insel


Uli und Bruno am Strand bei Salamis


Famagusta liegt in unmittelbarer Nähe zur grünen Linie, der UN Buffer Zone zwischen türkischem Nordteil und griechischstämmigem Südteil. Varoshna ist seit 1974 ein verlassener Stadtteil. Ursprünglich ein blühender Touristenort der Stadt verrotten die 60er Jahre Plattenbau-Strandhotels heute. Die Zone wird seit der Trennung der Insel vom Militär kontrolliert und ist nur für wenige zugänglich.


Die Lala Mustafa Paşa Moschee. Einst die St. Nikolaus Kathedrale nach Vorbild der Kathedrale von Reims (Frankreich) wurde sie unter den Osmanen erheblich beschädigt, später dann einfach mit einem Minarett ausgestattet und als Moschee umfunktioniert.


Nikosia/Lefkosia ist in Europa die einzige noch geteilte Stadt. Während der Südteil als Hauptstadt der Republik Zypern extrem modern ist, ist der türkische Nordteil fast noch traditionell. Als Provokation haben die türkischen Zyprioten auf den Hügeln nördlich der Stadt eine riesige, beleuchtete Flagge errichtet, die man von überall in der Stadt sieht.


Blick in die Buffer Zone der UN in Lefkosia, auch wenn sich der Konflikt etwas gelegt hat, man ohne Weiteres zwischen den Seiten hin und her wechseln kann, bleibt die UN weiterhin präsent


vier alle: Deniz, Bruno, Uli, ich (von links)

Fuck Sofia

„We hate Sofia!“ war wahrscheinlich der Satz, den ich am Meisten gehört habe. Bestätigen kann ich ihn nicht. Sofia mag keine überragend hübsche Stadt sein, kulturell bietet sie jedoch einiges. Und alle Leute, die wir kennenlernen konnten, waren wirklich super.
Wir hatten das Glück bei Zlatena unterzukommen, die uns dann auch die Stadt gezeigt hat. „Ich kann euch nicht viel zeigen, außer das Nachtleben.“ Und so war es dann auch. Nach einer Stadtführung haben wir angefangen in gemütlichen Cafés, dann ging es weiter in ebenso gemütliche Bars und dann zum Feiern. Zwischendurch noch feinste bulgarische Küche. So ging es das ganze Wochenende.
Es wird sicher nicht mein letztes Mal in Bulgarien gewesen sein und hoffentlich wird das nächste Mal dann endlich Burgas, von dem alle so geschwärmt haben (was sicher auch daran lag, dass fast alle, die wir kennengelernt haben, von dort stammen).

die Alexander-Newski-Kathedrale ist das Wahrzeichen der Stadt

Zlatena und Pierre-Marie im großen Stadtpark

abgesehen von Plattenbauten, eines der wenigen sozialistischen Denkmäler, was noch existiert

„There is not much to see here, except some churches and lots of socialist buildings that make you feel small and dependent.“



der Bahnhof von Sofia ist ein sozialistisches Meisterwerk was vor sich hin gammelt, niemand mag ihn aber es fehlen scheinbar auch die Gelder ihn grundlegend zu erneuern – mit dem Balkan Express sind wir dann zurück nach Istanbul

portfolio

Portfolio Website für „Webdesign Course“ ist quasi fertig:

klick HIER

Amon Tobin

Amon Tobin – Easy Muffin

Zufällig war Amon Tobin in der Stadt als wir am Wochenende in Sofia waren und es hat sich richtig gelohnt. Live legt er eher Drum‘n'Bass auf, Easy Muffin ist da schon eher die Wohnzimmervariante.